Gut Posewitz und die ewige Geschichte

Gut Posewitz und die ewige Geschichte

Die Vorgeschichte

2013 kam Familie Tigges mit 5 Pferden als Einsteller in unseren Stall nach Meyhen, da der Pensionsvertrag in Posewitz beendet war. nach kurzer Zeit folgte Frau Schmidt mit ihrem Pferd.

Die Ablehnung eines neuen Pensionsvertrages mit angepassten Preisen wurde von Familie Tigges abgelehnt und  Seite führten schließlich zum Umzug nach Meyhen. Familie Tigges hatte in den letzten Jahren sehr oft die Pensionsställe gewechselt, da es nach einiger Zeit immer Probleme gab.

Die gemeinsame Zeit in Meyhen war allerdings erfreulich und unproblematisch.

2014 kaufte Familie Kurth die Reitanlage in Meyhen.  Daraufhin verließen Familie Tigges und Frau Schmidt Meyhen und gingen zurück nach Posewitz.

Wir hatten keinen Grund, Meyhen zu verlassen. Durch den Verkäufer erhielten wir von Familie Kurth einen langfristigen Pachtvertrag zu den bisherigen Bedingungen und die Pachtverträge über die landwirtschaftlichen Grundstücke, die ich mit der Agrargemeinschaft Prießnitz geschlossen hatte, waren vom Verkauf ja in keinster Weise berührt worden. Lediglich unsere Veranstaltungen konnten wir nicht weiter durchführen, da sie nicht in das Konzept der neuen Besitzer passten.

Im Sommer 2014 kamen Familie Tigges und Frau Schmidt auf uns zu und versuchten uns zu überzeugen, nach Posewitz umzuziehen, da dort genügend Platz, ausreichend Weide und alle Möglichkeiten für unsere Veranstaltung gegeben sind. Außerdem wurde unsere Hilfe bei der Beseitigung der Schäden benötigt, die durch die industrielle Nutzung der Anlage entstanden waren. Zu dieser Zeit gab es keinerlei spürbare Differenzen zwischen Frau Schmidt und Familie Tigges.

Posewitz

Nach Absprachen innerhalb unserer Familie und Rücksprachen mit unseren Einstellern zogen wir um.

Wir begannen mit dem Ausbau der ehemaligen Remise zum Pferdestall. Dabei war es notwendig, die Anlage von Müll, Schutt und Mist zu befreien und einen Weg zum Stall anzulegen. Ebenso mussten Strom- und Wasserleitungen im gesamten Objekt repariert oder neu installiert werden. Im Spätherbst 2014 konnten wir mit unseren Tieren einziehen. Auf Grund vorliegender Vertragsentwürfe und bestehender Mietverträge wurde zwischen uns und Frau Schmidt ein Mietvertrag geschlossen. Letztlich waren die Informationen der Vormieter und Angestellten der Grund, zeitnah Verträge zu schließen.

Gemäß der Absprachen, die dazu führten, dass wir trotz bestehender (und eingehaltener) Pachtverträge in Meyhen nach Posewitz umgezogen sind, war geplant, die Veranstaltungen, die in Meyhen erfolgreich waren, in Posewitz weiter durchzuführen, letztlich mit dem Ziel, die Erträge zur Instandhaltung des Gutes und für neue Investitionen zu nutzen.

So veranstalteten wir zusammen mit Familie Tigges und der Kirchgemeinde Camburg den ersten Weihnachtsmarkt mit Krippenspiel im Gutshof von Posewitz.

Erwartungsgemäß konnten die Besucherzahlen der ersten Veranstaltung nicht mit Meyhen konkurrieren, aber die Veranstaltung wurden gut angenommen und bot perspektivisch große Möglichkeiten. Der Weihnachtsmarkt mit Krippenspiel hatte sofort sowohl in der Kirchgemeinde als auch bei den Nachbarn großen Zuspruch gefunden.

Der 1. Pferdemarkt in Posewitz im Mai 2015, an dem sich Familie Tigges auch noch beteiligte, war ebenso erfolgreich.

Das Countryfest 2015 in der Halle war sehr schön, wenn auch mehr Besucher wünschenswert gewesen wären. Die Unterstützung der Gemeinde und der Nachbarn war uns sicher und die Bereicherung des kulturellen Lebens um Camburg wurde besonders von der Stadt und der Bürgermeisterin begrüßt.

Allerdings wurde bereits nach dem Coutryfest 2015 klar, dass Familie Tigges nicht bereit waren, weitere Veranstaltungen zu dulden. Mit Hinweis auf Familie Achter, Regensburg, die Eigentümer von Gut Posewitz sind, wurde die Nutzung der Halle für Veranstaltungen untersagt, ebenso den Gästen des Coutryfestes das Verweilen auf dem Grundstück.

Seit dieser Zeit (Herbst 2015) versuchte besonders Frau Tigges möglichst alle Grundstücksteile, die zu besetzen waren, einzunehmen. Das Wiegehäuschen wurde für die Party der Tochter genutzt und danach verschlossen, die Energiestation wurde zum Schweinestall umfunktioniert, der uns zugesagte Hengstauslauf (heute Ponykoppel Tigges) wurde vorübergehend Frau Olschimke überlassen und danach durch Frau Tigges genutzt und die Wege zwischen Stall und Koppel wurden durch weidende Ponys oder Absperrungen blockiert, die es unseren Einstellern immer schwerer machten, die Koppel an der Wonnitzer Quere zu erreichen.

Ebenso wurde die Koppel am Gutsteich (ehem. Hengstkoppel v. Gregory) von Familie Tigges übernommen und der trennende Zaun zwischen dieser Koppel und der Koppel Tigges entfernt.

So verloren wir von den und zugesagten ca. 5 ha über einen Hektar an Familie Tigges.

Die nun auf unserer Koppel stattfindenden Veranstaltungen wurden gestört, da es immer Probleme bei der Versorgung mit Strom oder Wasser gab und der Zugang zu Teilen der Stallanlage versperrt wurde. Letztlich haben wir auch die Stallweihnacht 2018 absagen müssen, da unter den gegebenen Umständen niemand bereit war, mitzuarbeiten.

Der Höhepunkt der Auseinandersetzung wurde 2018 erreicht, indem Herr Tigges behauptete, durch eine „Vereinbarung aus dem Jahre 2015“ zum Gesamtbesitz des Gutes berechtigt zu sein. Das führte zu einer entsprechenden Reaktion von der Hauptmieterin Schmidt (s.u.) und einem bis heute andauernden Streit. Inzwischen ist jeder Mieter von Herrn Tigges in irgendeiner Weise per Post drangsaliert oder gerichtlich belangt worden. Frau Wirth und Herr Sachse sind daraufhin ausgezogen, (dieses tat im Übrigen Frau Olschimke nach einer Auseinandersetzung mit Frau Tigges 2017 ebenso), obwohl sie gerade ihre Wohnungen neu renoviert hatten. Wir sind mehr oder weniger Kollateralschaden in der Auseinandersetzung zwischen Frau Schmidt, die das Gut gepachtet und für ca. 500.000 € instandgesetzt hatte und Familie Tigges, die sich als Gutsbesitzer fühlen sowie Familie Achter, die gerne Frau Schmidt los wären, sie aber nicht auszahlen wollen.

Ein gerichtlicher Vergleich zwischen Familie Tigges und Frau Schmidt vom 17. Oktober 2018 sieht bis zur Klärung der Besitz- und Benutzungsrechte durch das Landgericht Gera vor, dass Frau Schmidt und damit auch wir als ihre Mieter das Gutshaus, den Hof und unseren Stall nutzen können. Die umliegenden Flächen, d.h. alle Koppeln, Reitplätze, Wege usw. werden von Diana und Karl-Jürgen Tigges genutzt und über deren Nutzung entgegen der Intension des Vergleiches Pachtverträge mit Herrn Achter geschlossen. Da wir nicht auf den Ausgang der Verfahren warten können, verlassen wir Posewitz und gehen nach Wonnitz. Weder wir noch unsere Einsteller sind  länger bereit, sich ständig in herabwürdigender Weise von Familie Tigges behandeln zu lassen.

Um ihren Besitzansprüchen Nachdruck zu verleihen, wurden die Zugänge zu den Reitplätzen abgesperrt.

Reitplatz1Reitplatz2

 

Ebenso sind die Wege innerhalb des Gutes abgesperrt.

Wege2

Wege1

 

 

 

 

 

Nun werden wir also gehen, wir wollen Freude an den Tieren haben und die gemeinsame Zeit in Ruhe und Frieden verbringen. Schadenersatzforderungen sowohl für die geleisteten Instandsetzungen und Einbauten als auch für die entgangenen Erträge sind wohl sinnlos. Wir erwarten nicht, dass von Familie Tigges als „neuer Gutsbesitzer und zur Fruchtziehung Berechtigte “ etwas kommen wird. Unser Freund Ottomar Bernd hat 2014 mit Herrn Scharf zusammen die gesamte Elektrik des Gutes unentgeltlich instand gesetzt. Ihm wurden daraufhin einige Wellblechplatten (alt, auf dem Schrotthaufen) für sein Gartenhäschen zugesagt. Als er sie holen wollte, wurde er unter üblen Beschimpfungen „vom Hof gejagt“. Zusagen und Verträge bedeuten leider nichts und geraten wie viele andere Dinge bedauerlicherweise sehr schnell in Vergessenheit.

Damit niemand behaupten kann, Alles ist anders, haben wir am Ende der Seite die Dokumente eingestellt.

So haben wir mit den Pferden am 9. März 2019 Posewitz verlassen und sind nach Wonnitz umgezogen !

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Mietvertrag Stall

Brandt-Tigges

Unterlassung Tigges